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Grossratskandidatur 2016
Aufgrund meiner langjährigen Arbeit als Schulpflegepräsident
und Vizepräsident des VASP (Verband Aargauer
Schulpflegepräsidentinnen und -präsidenten) habe ich viel
Einblick in die kommunale und kantonale Politik erhalten.
Das motiviert mich nun selber näher “drann” zu sein und
mitbestimmen zu wollen.
Aus meinen vielen Tätikeiten im Gemeindewesen und in
kantonalen Arbeitsgruppen und Kommissionen bringe ich ein
grosses Fachwissen in den Bereichen Bildung,
Gemeindewesen und Landwirtschat mit.
Es ist wichtig, dass das obere Freiamt mit seiner Ausrichtung
nach Luzern und Zug gut in Aarau vertreten ist, um diese
überkantonalen Interessen genügend zu vertreten.
Stärken sie das obere Freiamt und setzen sie meinen Namen
zweimal auf jede Liste aber am Besten auf die CVP Liste.
Für ihre Unterstützung danke ich ihnen schon heute.
Leserbrief vom 16. September 2016 im Anzeiger Oberfreiamt
Beendet das Bildungssparen!
In den letzten Jahren wurde in der Bildung im Kanton Aargau
der Speck weggespart. Jetzt geht es ans „Lebige“. Abbau von
Lektionen wird die Schwächsten am Meisten treffen. Vor
nichts wird halt gemacht. Ob Deutsch, Textiles Werken,
Technisches Zeichnen oder Musik; an allen Enden werden
Lektionen weggespart. Es darf doch nicht sein, dass auf
Kosten unserer Kinder die Lücken im Gesundheitswesen
gedeckt werden. Die Kosten Im Gesundheitswesen nehmen
im Kanton Aargau exponentiell zu. Diese Mehrkosten sollen
nun von der Bildung aufgefangen werden. Das wird uns noch
teuer zu stehen kommen. Weniger gut ausgebildete Junge
werden auch weniger gute Jobs erhalten und so auch
weniger Steuern zahlen. Das wird uns Älteren ein noch
tieferes Loch in die AHV reissen. Beenden wir diese Spirale
und geben unseren Kindern eine gute Chance auf eine gute
Bildung. Beenden wir den Sparwahnsinn in der Bildung.
Jakob Sidler
Schulpflegepräsident Sins und Kandidat Grossrat CVP
Leserbrief vom 23. September 2016 im Anzeiger Oberfreiamt
Wer befiehlt der soll auch zahlen!
In den letzten Wochen hat der Regierungsrat eine Anpassung
der Tarife im Pflegebereich beschlossen. Der Regierungsrat
hat das Recht dies zu beschliessen obwohl die Kosten dafür
die Gemeinden zu zahlen haben. Natürlich bezahlen die
Krankenkassen ihren Anteil. Jedoch alles was über die
Fallpauschale hinaus an Kosten anfallen, muss von den
Gemeinden bezahlt werden. Es ist falsch, dass der
Regierungsrat über Kosten beschliessen kann, die dann von
den Gemeinden bezahlt werden müssen. Dies greift in die
Gemeindeautonomie ein. Wie sollen die Gemeinden ihre
Kosten im Griff behalten, wenn der Regierungsrat über
mehrere Millionen Franken der Ausgaben der Gemeinden
beschliesst? Die Verteilung der Kosten und wer dafür die
Verantwortung trägt muss überdenkt werden. Wer befiehlt soll
auch zahlen. Nach diesem Motto müssten die Kosten, die der
Regierungsrat beschliesst, auch von ihm verantwortet werden
und seine Steuergelder betreffen. Es ist einfach das Geld
anderer auszugeben. Hier ist dringend Handlungsbedarf
angezeigt.
Jakob Sidler
Kandidat Grossrat CVP
Leserbrief Febr. 2018 in verschiedenen Zeitungen zur No Billag
Abstimmung
Macht dem Volk und nicht dem Kapital
No Billag ist die Forderung nach der Abschaffung der SRG und
den 34 regionalen
gebührenfinanzierten Radio- und Fernsehsendern. Mit der
totalen Kommerzialisierung der Medienlandschaft werden
finanzkräftige Investoren mehr Macht im Schweizer
Medienmarkt erhalten, um ihre Eigeninteressen durchzusetzen.
Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Schweizer Medien zum
Sprachrohr von
zahlungskräftigen Interessenvertreter/innen werden und für
politische Propaganda
missbraucht werden, wie dies in Italien oder den USA längst
der Fall ist. Es geht bei dieser Abstimmung um die Frage, wem
die Macht über Radio- und Fernsehen gehören und dienen soll.
Nur den Supperreichen oder uns allen?
Die Medien werden nicht umsonst als vierte Staatsgewalt
bezeichnet. Gerade in unserer
direkten Demokratie ist ein unabhängiger und qualitativ
hochwertiger Journalismus für die freie Meinungsbildung
unverzichtbar. Heute erst recht, wo Fake News kaum mehr von
seriös recherchierten Informationen zu unterscheiden sind.
Vertrauenswürdige Informationsquellen sind da umso wichtiger.
Verschiedene Meinungen und Sichtweisen müssen in den
Medien präsent sein, damit sich jede und jeder eine eigene
Meinung über national und regional wichtige Themen bilden
kann. Bei Annahme der No Billag – Initiative gäbe es keine
Institution mehr, die verpflichtet wäre, den Bildungs-
beziehungsweise Informationsauftrag gegenüber der
Bevölkerung zu erfüllen. Es darf nicht sein, dass gewisse
Meinungen in den Medien nicht mehr repräsentiert werden,
weil sie sich finanziell nicht lohnen oder nicht der Linie des
Investors entsprechen. Ich will weiterhin ein pluralistisches,
offenes, gut und vielseitig informiertes Schweizer Volk. Service
public ist Volksvermögen und No Billag ein direkter Angriff
darauf. Deshalb Nein zu No Billag am 4. März!
Jakob Sidler, Sins
Leserbrief Oktober 18 in verschieden Zeitungen zur
Hornkuhinitiative
Wie gefährlich sind Kühe mit Hörnern?
Sicherheit wird überall grossgeschrieben. Mehr Sicherheit am
Arbeitsplatz, sichere Schulwege, sichere Autos, usw. Nur bei
der Sicherheit im Umgang mit Rindern scheint es keine Rolle
zu spielen.
Ich warte auf die Schlagzeile « Wanderer von behornter Kuh
auf der Weide getötet». Dürfen dann die Hörner wieder
entfernt werden? Es sind noch keine zwei Jahre her, als in
der Presse die Nachricht umging, dass eine Wanderin im
Bündnerland von einer Kuh angefallen wurde. Der Ruf nach
separaten Wanderwegen wurde laut. Kühe und Wanderer
müssen voneinander getrennt werden haben
Sicherheitsexperten gefordert.
Bei jeder Tierhaltung gilt, je näher der Kontakt der Tiere mit
dem Menschen ist, je umgänglicher wird das Tier. Das
kennen wir überall. Hunde, die nur in Zwinger gehalten
werden und kaum mit dem Menschen spazieren, sind wild
und ungebändigt. So ist es auch mit Rindern. Rinder, die vom
Menschen nach der Weide täglich angebunden werden,
danach vielleicht noch gebürstet werden sind viel
umgänglicher als Rinder, die in einem Freilaufstall oder
dauernd auf der Weide sind mit nur wenig Kontakt zum
Menschen. Kuhherden ohne Stiere sind ruhiger als Herden
mit Stieren. Milchkuhherden sind ungefährlicher als
Mutterkuhherden deren Mütter ihre Kälber schützen. Oder
anders gesagt. Freilebende Rinderherden, die möglichst
naturnah leben zusammen mit Kälbern und Stieren sind
gefährlicher für den Menschen als reine Kuhherden, die
oftmals angebunden gehalten werden.
Kühe richtig gehalten, sind selten eine Gefahr, aber trotzdem
kann es immer wieder zu gefährlichen Situationen kommen.
Sei es, weil der Mensch die Situation falsch einschätzt, oder
das Tier aus irgendeinem Grund in Panik gerät. Wir haben im
Auto viele Airbags. Sie dienen zu unserer Sicherheit obwohl
die Wahrscheinlichkeit, dass wir sie je brauchen sehr klein ist,
würden wir kein Auto ohne kaufen. Die Gefahr das wir von
einer Kuh durch ihre Hörner getötet würden ist auch sehr
klein, aber hier wollen wir dafür bezahlen, dass Landwirte
und Wanderer dieser Gefahr ausgesetzt sind?
Auch die Rinder untereinander können sich mit den Hörnern
viel Leid zufügen. Langezeit hatte ich Kühe mit Hörnern im
Laufstall gehalten. Oftmals wurde mir dann bei der
Schlachtung für Schäden an der Haut einen Abzug gemacht.
Seit ich keine Kühe mehr mit Hörnern halte, habe ich nur
noch selten diesen Abzug. Es geht hier nicht um Geld, der
Abzug pro Tier lag meistens unter 50 Fr. Es zeigt aber, dass
sich die Tiere untereinander bei ihren Rangkämpfen sehr
wohl verletzt hatten und so auch viele Schmerzen
verursachten. Oder bei Kämpfen wurden Hörner im Stall
abgezerrt. Auch das kann vorkommen und blutet nicht nur
über Tage, sondern ist auch über Monate für das Tier sehr
schmerzhaft. Wo bleibt da die Unfallprävention beim Tier?
Ein kleiner Eingriff beim jungen Kalb kann hier viel zur
Sicherheit beitragen. Darum Ja, zu mehr Sicherheit und Nein
zu dieser unsinnigen Kuhhorninitiative!
Jakob Sidler, Sins
Abstimmungsempfehlung der CVP Sins im Februar 2019
Die Zersiedelungsinitiative schadet allen
Die Zersiedelungsinitiative ist schädlich und lähmt die
Entwicklung der Schweiz. Sie will die Bauzonen ohne jegliche
zeitliche Beschränkung einfrieren und berücksichtigt damit
weder die Bedürfnisse der Bevölkerung und Wirtschaft, noch
die Eigenheiten der Kantone und Regionen.
Dass die Schweiz haushälterisch mit dem Land umgehen
muss, stellt niemand in Abrede. Am 1. Mai 2014 ist die
Revision des Raumplanungsgesetzes in Kraft getreten. Sie
wird derzeit in den Kantonen umgesetzt. Neben der
Anpassung der Richtpläne müssen die Kantone auch ihre
Gesetze mit Blick auf die Mehrwertabgabe und die
Verfügbarkeit von Bauland anpassen. Auch im Kanton
Aargau werden derzeit die entsprechenden Gesetze
angepasst. Die Weichen wurden bereits neu gestellt. Eine
neuerliche Änderung der Bauzonen ergibt keinen Sinn.
Die Einführung neuer Spielregeln mit absolutistischen
Forderungen würde die Kantone und Gemeinden vor
massive Probleme stellen. Die Zersiedelungsinitiative führt zu
Stillstand und einem Mangel an Wohn- und Gewerberaum.
Auch KMU, Industrie und Landwirtschaft könnten ihre
Betriebe nicht mehr an ihrem angestammten Standort
erweitern. Grössere Infrastrukturprojekte der öffentlichen
Hand wie z.B. Schulanlagen wären ebenfalls gefährdet. Das
alles führt zu teureren Produktionskosten, höheren Mieten
und höheren Preisen für Wohneigentum.
Auch in der Landwirtschaft führt die Zersiedelungsinitiative zu
Kollateralschäden. Standortabhängige Gebäude, die nicht für
die Landwirtschaft genutzt werden, könnten nur noch
genehmigt werden, wenn sie von öffentlichem Interesse sind.
Bauten und Anlagen für die bodenunabhängige
Landwirtschaft würden grundsätzlich in die Bauzone
verwiesen. Die Bauern müssten auf viel teureres
Bauzonenland ausweichen, was sich wiederum preistreibend
auswirken wird. Zudem will niemand die Geruchs- und
Lärmimmissionen der Ställe in der Bauzone haben.
Insgesamt würde eine Einschränkung der bodengebundenen
Landwirtschaft die Schweiz noch abhängiger von Importen
machen.
Die Zersiedelungsinitiative schiesst weit über das Ziel hinaus.
Für den haushälterischen Umgang mit Bau- und Kulturland
gibt es in der Schweiz genügend Regeln. Die extremen
Forderungen der Jungen Grünen sind abzulehnen. Sie wären
ein weiterer zentralistischer Eingriff in unseren bewährten
Föderalismus, wo die Kantone und Gemeinden für die
Raumplanung im Wesentlichen zuständig sein sollen.
Ebenfalls lassen sie keinen Raum für eine zumindest
minimale Entwicklung im ländlichen Raum zu.
Die Zersiedelungsinitiative ist radikal, unfair und
kontraproduktiv. Darum sagen wir am 10. Februar 2019 klar
NEIN zur Zersiedelungsinitiative.
Im Namen des CVP Vorstands Sins, Jakob Sidler
Herzlichen Dank für ihre Unterstützung!
Zur Wahl hat es zwar nicht gereicht aber in Sins habe ich das
zweitbeste Ressultat aller Kandidierenden erhalten.
Ick konnte damit den zweiten Ersatzplatz erreichen.
Abstimmungsempfehlung der CVP Sins im April 2019
Abstimmungsempfehlung zur AHV-
Steuervorlage
Eine verlorene Legislatur? Alle grossen Reformvorhaben
sind im Parlament oder beim Volk gescheitert. Auch wenn es
vielleicht unschön ist, mehrere Bereiche zu verknüpfen,
scheint es so, dass dies in einem Parlament der Poole die
einzige Möglichkeit ist, grosse Baustellen mindestens einen
Schritt weiter zu bringen. Es sind keine Glanzlösungen. Aber
es ist eine Lösung der Konkordanz. Eine Lösung des
minimalen gemeinsamen Nenners. Wir haben es nun in der
Hand mindestens diese ersten Schritte gutzuheissen.
Das neue Steuersystem schafft gleich lange Spiesse für alle
Unternehmen. Aufgrund von Sonderbesteuerungen wurden
grosse Unternehmen bisher bevorzugt behandelt. Dies soll
nun eliminiert werden. Da niemand, auch Unternehmen
nicht, gerne mehr Steuern bezahlen, wurden die
Unternehmenssteuern in ihrer Gesamtheit eher reduziert.
Genau das war aber der Grund, warum die letzte
Steuerreform vor dem Volk keine Chance hatte.
Damit die Unternehmen aber trotzdem ihren Anteil an
unsere Gesellschaft leisten, kommt die AHV ins Spiel. Wir
alle wissen, dass die AHV ohne Reform langfristig
unfinanzierbar wird. Die letzte AHV Reform hatte jedoch vor
dem Volk keine Chance. Zu gross waren die Reformschritte
und zu unausgewogen die zusätzlichen Belastungen. Mit
den zusätzlichen Mitteln in dieser Vorlage wird die AHV nicht
saniert. Es ist nur die Kompensation der Steuergeschenke
an die Unternehmen, die in die AHV fliessen.
Und was viel wichtiger ist. Es bringt uns den Spielraum, den
wir brauchen, um eine gute Sanierungsvorlage für die AHV
zu finden. Ich hoffe doch sehr, dass in der nächsten
Legislatur die Kräfte im Parlament mehr gemeinsame
Nenner finden, um auch schwierige Fragestellungen lösen
zu können.
Mit dieser Vorlage werden keine Meilensteine geschrieben
aber wir lösen das Problem mit der EU, stärken den
Wirtschaftsstandort Schweiz und erhalten mehr Zeit für die
Sanierung der AHV.
Quasi eine Win-win-Situation.
Deshalb empfehle ich ihnen ein JA zur AHV-Steuervorlage.
Im Namen des CVP Vorstands Sins, Jakob Sidler
Rosenaktion zum Muttertag der CVP
Aargau 2019
Familienpolitik ist ein zentrales Anliegen der CVP. Aus diesem
Grund hat sie im ganzen Kanton eine Rosenaktion
durchgeführt. Müttern und Frauen wurden am Samstag 12.
Mai von der CVP eine Rose zum Muttertag überreicht. Auch
in Sins war die Ortspartei unterwegs und hat Rosen verteilt.
Unbezahlte Arbeit für die Gesellschaft ist heute nicht mehr
selbstverständlich. Mütter leisten viele unbezahlte Stunden im
dienste der Familien. Ohne sie würde unser System
kollabieren. Sie sind wichtige Stützen unserer Gesellschaft.
Um unseren Müttern dafür zu danken und als Wertschätzung
ihrer Arbeit hat die CVP diese Rosenaktion durchgeführt.
Jakob Sidler, Nationalratskandidat beim Rosenverteilen in Sins
Kandidatur in den Nationalrat auf der
Bauernliste
Danke für ihre Stimme.
Damit konnten wir für die
CVP Aargau einen zweiten
Sitz erreichen!
Leserbrief in der AZ vom 17. April 2019 zur Schulentwicklung
Aargau
Arme Schule
Anlässlich eines Politforums zur Schulentwicklung Aargau,
wo rund 200 Gemeinderäte teilnahmen hat Regierungsrat
Alex Hürzeler den Satz geäussert: «In jedem Gemeinderat
sollte das Ressort Bildung das wichtigste sein.» Dafür erntete
er einige Lacher. (AZ vom 15. April 19)
Wenn unsere Gemeinderäte so denken, sehe ich schwarz für
die Schule bei einer Abschaffung der Schulpflege. Da frage
ich mich, wer pflegt dann die Interessen der Schule noch?
Die lachenden Gemeinderäte, die bloss Angst um ihr Budget
haben?
Die Schule braucht eine Lobby, die unabhängig von
finanziellen Interessen die Schule pflegt.
Darum kann eine Abschaffung der Schulpflege keine Lösung
sein.
Jakob Sidler
Starke Schulführung vor Ort = Ja zur
Schulpflege!
Zur Zeit wird die Frage der Zukunft der Schulpflege gestellt.
Warum heisst eigentlich die Schulpflege, nicht Schulrat?
Ich glaube, dass die Macher der Schulpflege genau
gewusst haben wieso sie dieses Wort wählten. Genau so
wie der Landschaftspfleger die Landschaft pflegt oder der
Tierpfleger seine Tiere pflegt, pflegt die Schulpflege ihre
Schule. Jetzt will man die Schulpflege abschaffen und ihre
Aufgaben an den Gemeinderat übertragen.
Was ist denn daran falsch?
Der Gemeinderat hat viele Aufgaben in den
verschiedensten Bereichen einer Gemeinde und er muss
auch die nötigen finanziellen Mittel beim Souverän
beschaffen. Also wird er sich beraten, welche Bereiche
prioritär behandelt werden und welche eher ein
Schattendasein fristen und dies immer unter dem
Gesichtspunkt der Kosteneffizienz.
Die Schulpflege hingegen hat die Aufgabe die Schule zu
pflegen und zu hegen. Sie hat nur ein Interesse. Sie ist
zuständig dafür, dass die Schule optimale Voraussetzungen
für ihren Bildungsauftrag erhält. Sie kann uneingeschränkt
dafür kämpfen. Sie richtet sich nach den vorhandenen
Ressourcen und kämpft um mehr, wenn diese nicht
reichen. Für sie stellt sich nicht die Frage, bauen wir jetzt
neue Strassen oder investieren wir in die Bildung.
Der Gemeinderat kann die Schule führen, dass ist keine
Frage, aber kann er sie auch pflegen? Nur wenn er die
richtigen Prioritäten setzt ist das möglich. Aber das System
sieht das nicht per se vor. Nur wenn die Schulpflege
erhalten bleibt, behält die Schule ihre nötige Unterstützung,
die ihrer Bedeutung für unsere Gesellschaft würdig ist.
Gerade die Coronakrise hat gezeigt, wie wichtig eine starke
Schulführung vor Ort ist. Neue Ideen bei der Beschulung
unserer Kinder mussten gesucht und umgesetzt werden.
Schulen haben darauf ganz verschieden reagiert. Von voll
ausgerüsteten Onlineschulzimmern, die einen digitalen
Unterricht zu jedem einzelnen Kind ermöglicht hat, bis hin
zum Botengang, um die Aufgaben individuell
zusammengestellt für jedes einzelne Kind in Papierform
nach Hause zu liefern, hat alles stattgefunden. Jede Schule
konnte so ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten
entsprechend ihren Unterricht organisieren. Das ist auch
gut so. Nur so werden die besonderen Fähigkeiten von
Lernenden und Lehrenden im Rahmen der zur Verfügung
stehenden Mittel bestmöglichst gefördert und genutzt.
Schulpflegen spielen hier eine zentrale Rolle.
Sie erarbeiten zusammen mit der Schulleitung ein breit
abgestütztes Konzept, begründen beim Gemeinderat die
finanziellen Mittel und machen Lobbyarbeit, um diese
Bedürfnisse in der Gemeinde zu vertreten. Die Schulleitung
alleine wäre da keine grosse Lobby. Sie müsste sich hinter
Paragraphen verstecken, um den Druck zu erhöhen.
Deshalb kommt auch der Ruf nach mehr Regulierung durch
den Kanton im Schulwesen. Die Schulleitung ist nur stark
wenn der Kanton befielt und die Gemeinden zahlen
müssen.
In unserem föderalistischen Staat ist das aber falsch. Die
Schulführung muss in der Lage sein, den Geldgeber
(Gemeinderat und Volk) direkt vom Nutzen zu überzeugen.
Und dafür braucht es eine starke demokratisch gewählte
Schulpflege.
Darum lehne ich die Vorlage «Führungsstrukturen der
Aargauer Volksschule» ab. Die Schule muss weiterhin
gepflegt und gehegt werden können. Eine optimale
Schulbildung ist der Grundstein unseres Erfolgs. Machen
wir keine Spielchen damit.
Beitrag zur aktuellen nationalen Debatte
Fehlender Menschenverstand bei der
Anpassung Zonenplanung: «Bauen
ausserhalb Baugebiet»
Die Landwirtschaft muss sich weiter entwickeln können.
Bauten für bodenabhängige und -unabhängige
Landwirtschaftliche Produktion muss in der
Landwirtschaftszone möglich sein.
Aufgrund des steigenden Drucks auf den Einsatz von
Pflanzenschutzmitteln sind Produktionsformen im geschützten
Anbau eine annehmbare Option. Das ist nur möglich, wenn
Gewächshäuser in der Landwirtschaftszone stehen dürfen.
Nicht mehr benötigte landwirtschaftliche Bauten müssen einer
sinnvollen Weiternutzung zugeführt werden können.
Gebäude, die der Bauer nicht mehr braucht und er keine
Folgenutzung mehr sieht, werden zerfallen oder heute schon
zurückgebaut. Dafür braucht es keine neuen Vorschriften!
Welche Kulturdenkmäler könnten wir heute noch bestaunen,
wenn beim Bau eines prächtigen Kornspeichers vor mehreren
hundert Jahren oder beim Bau des Kolostrums bereits der
Rückbau nach dem Nutzungsende vorgeschrieben gewesen
wäre. Wer sagt denn, dass ein gewaltiger Schweinestall oder
eine Hühnerfarm in hundert Jahren nicht zum Kulturgut
gehören könnte?
Neubauten für Hobbytierhaltung dürfen ebenfalls nicht erstellt
werden.
Agrotouristische Angebote dürfen nur sehr begrenzt gebaut
werden, und nur wenn die Bauernfamilie mit eigenen
Arbeitskräften dieses betreibt. Angestellte sind grundsätzlich
verboten. Eine Ferienwohnung darf keine Kochgelegenheit
haben. Niemand der eine Ferienwohnung mietet verzichtet
auf eine Küche. Das ist ja genau der Unterschied zum Hotel.
Agrotourismus ist übrigens ein aktiver Beitrag die
Umweltimmissionen bei der Ferienplanung zu minimieren. Die
Stressgeplagte Stadtbevölkerung erhält nämlich so in
unmittelbarer Nähe und ohne ins Flugzeug zu steigen die
Möglichkeit sich in der Natur zu erholen. Nur bei attraktiven
Angeboten ist das möglich. Nicht aber wenn
Ferienwohnungen keine Küche haben dürfen, keine
Spielplätze vorhanden sind, oder keine «Zootiere»
(Zwergziegen, Zierhühner, Meerschweinchen usw.)
anzutreffen sind.
All diese Vorgaben verhindert Innovation und Weitsicht der
Landwirtschaft. Eigenschaften, die im Zusammenhang mit
dem Abbau von Direktzahlungen oder dem Zollschutz von der
Landwirtschaft immer wieder gefordert werden.
Gesunder Menschenverstand ist gefragt.
Bei Neusiedlungen von Landwirtschaftsbetrieben, die aus
dem Dorfzentrum ausziehen, damit sie ihren Tieren die nötige
Freiheit mit Weide und Auslauf anbieten können, dürfen nur
ein Wohnhaus bauen, wenn der Weg zum Dorf unzumutbar
ist. Die Beobachtung der Tiere und das Wohl des Landwirts ist
dabei zweitrangig.
Eine Terrasse an einem Haus in der Landwirtschaftszone
anzubauen ist kaum möglich. Nur bei einem direkten Bezug
zur Landwirtschaftlichen Nutzung kann dies bewilligt werden.
Das sie dem Menschen als Erholungsraum und zur
Gesundheitsförderung dient ist dabei egal.
Pools oder Spielplätze können nur aufgestellt werden, wenn
es für die Familie nicht zumutbar ist, eine öffentliche Badi oder
einen öffentlichen Spielplatz zu besuchen.
Diese Bauten, die für einen Einfamilienhausbesitzer in der
Bauzone selbstverständlich sind, wird in der
Landwirtschaftszone angezweifelt.
Schalten sie doch den gesunden Menschenverstand ein und
erlauben der ländlichen Bevölkerung auch einen Beitrag für
ihre Gesundheit und ihre Erholung beitragen zu dürfen.
Mit meiner Kandidatur für den Nationalrat will ich vor allem ein
Zeichen setzen.
•
Es ist mir nicht egal wer die Geschicke unserer Nation
leitet.
•
Es ist mir wichtig die Mitte zu stärken.
•
Ich stehe dafür ein, dass wir unsere Klimaziele erreichen.
Regionale und saisonale Produkte für die regionale
Bevölkerung sind effektive Massnahmen gegen den
Klimawandel. Sie bringen Arbeit und Wohlstand für die eigene
Bevölkerung. Wer die regional produzierende Landwirtschaft
fördert, trägt einen Teil dazu bei, den Klimawandel zu
verringern.
Die Mitte und die Landwirtschaft ziehen am gleichen Strick für
eine Zukunft unserer Lebensgrundlage. Nachhaltige
Produktion, regionale Produkte, Nutzung und Produktion von
Erneuerbarer Energie sind alles Faktoren um die Klimaziele
zu erreichen. Die Umwelt darf uns nicht egal sein.
Ich möchte im Nationalrat mit gesundem Menschenverstand
durch Förderung eigener regionaler Produktion unseren
Wirtschaftsstandort fördern und damit unseren Wohlstand
sichern.
Kandidatur in den Nationalrat auf der
Bauernliste
Extreme Agrarinitiativen (Abstimmung vom 13.6.21)
Leserbrief im Freiämter vom Mai 21
Alle wollen sauberes Trinkwasser haben, das ist keine Frage.
Die Frage jedoch ist: Was ist sauberes Trinkwasser?
Trinkwasser ist nicht einfach H2O. Wertvolles Trinkwasser
enthält Mineralien, Nährstoffe, Geschmacksstoffe und vieles
mehr. Im Trinkwasser können jedoch auch unerwünschte
Stoffe nachgewiesen werden. Stoffe die nachweislich von
Menschen ins Wasser eingebracht wurden. Pestizide sind da
nur ein Bereich. Microplastik, Hormone, und weitere
Chemikalien sind auch nachweisbar aber nicht Bestandteil der
Trinkwasserinitiative.
Seit der Mensch begonnen hat Nahrungsmittel anzubauen,
hat er sich mit der Frage, «wie schützen wir unsere Felder vor
Schädlingen und Krankheiten?» auseinandergesetzt. Die
Entwicklung von Fruchtfolgen wie die Dreifelderwirtschaft und
Brachen haben zwar Wirkung gezeigt aber nie Hungersnöte
verhindert. Erst mit der Entwicklung von Pestiziden sind
Totalausfälle von ganzen Jahresernten besiegt worden.
Genau dasselbe ist auch in der Humanmedizin geschehen.
Viele Medikamente und viele Impfstoffe sind zum Schutz des
Menschen und seiner Gesundheit heute im Einsatz. Auch
diese Stoffe und ihre Abbauprodukte können in unserem
Wasser nachgewiesen werden. Und auch hier mit Folgen für
Mensch und Umwelt.
Kein Landwirt spritzt seine Felder nur zum Spass. Er ist nur
besorgt um die Gesundheit seiner Nutzpflanzen. Gesundes
Gemüse, Getreide und Obst sind die Grundvoraussetzung für
eine reiche Ernte und gutes Essen. Es ist die Voraussetzung
für eine hohe Ernährungssicherheit und für eine hohe Qualität
unserer Nahrungsmittel.
Rund 50% aller Pestizide werden in der Landwirtschaft
verwendet. Weitere 50% werden im Siedlungsgebiet und auf
Strassen und Schiene eingesetzt. Diese dienen vor allem
dazu, dass die Schweiz gepflegt und sauber aussieht.
Die beiden Agrarinitiativen riskieren unsere
Versorgungssicherheit mit qualitativ hochstehenden
Lebensmitteln lassen jedoch zu, dass die Schweiz weiterhin
ihr Trinkwasser mit Pestiziden verschmutzt, um das
Siedlungsgebiet sauber zu halten!
80% der Schadstoffe in unserem Wasser kommen nicht aus
der Landwirtschaft. Sie sind Nebenprodukte unserer
Konsumgesellschaft und dienen vor allem unseren Lebensstil
zu pflegen, unsere Gesundheit zu fördern und zu unserer
Bequemlichkeit.
Mit der Annahme der beiden Agrarinitiativen lösen wir kaum
ein Trinkwasserproblem. Aber wir schaffen ein
Ernährungsrisiko für uns Menschen. Die Lösung des
Problems kann nicht in Verboten liegen, sondern in der
Weiterentwicklung. So wie wir unsere Kläranlagen laufend
verbessern, müssen wir auch den Einsatz von Pestiziden
laufend weiter erforschen und verbessern.
2 x Nein zu den Agrarinitiativen. Sie lösen keine Probleme,
sondern schaffen neue.
Grossratskandidatur 2020
Danke für Ihre Stimme !
In Sins habe ich das 2. Beste
Resultat gemacht.
Im Bezirk sind 1160 Stimmen
zusammen gekommen.
Danke für ihre Stimme!
Gewählt mit 708 Stimmen.
Ich freue mich auf das neue Amt.
Kandidatur in den Gemeinderat (26. Sept. 2021)